Radiesse ist ein injizierbarer Wirkstoff auf Basis von Calciumhydroxylapatit (CaHA) — einer Substanz, die auch natürlich in Knochen vorkommt. Er wirkt doppelt: sofort als Volumengeber und langfristig als Biostimulator, der die körpereigene Kollagenbildung anregt.
Wie wirkt Radiesse?
Direkt nach der Injektion gleicht das Gel bestehende Volumendefizite aus. In den folgenden Wochen und Monaten baut der Körper entlang der Mikropartikel neues, körpereigenes Kollagen auf — der Effekt hält dadurch deutlich länger an als reine Auffüllung und die Haut gewinnt an Festigkeit.
Für wen eignet sich die Behandlung?
- Volumenverlust am Handrücken — sichtbare Sehnen und Venen sollen kaschiert werden
- Volumenaufbau in Wangen und Mittelgesicht
- Konturierung und Straffung entlang der Kieferlinie
Nicht geeignet ist die Behandlung in Schwangerschaft und Stillzeit, bei Infektionen im Behandlungsgebiet, bei bekannter Überempfindlichkeit gegen einen der Inhaltsstoffe sowie bei bestimmten Autoimmun- oder Bindegewebserkrankungen ohne vorherige Abklärung. Wichtig zu wissen: Anders als Hyaluronsäure lässt sich Radiesse nicht mit einem Enzym auflösen — eine sorgfältige, zurückhaltende Dosierung durch einen erfahrenen Arzt ist deshalb besonders wichtig.
Ablauf, Sitzungen und Ergebnis
Ein Termin dauert etwa 30 Minuten. In der Regel genügt eine Sitzung pro Areal, um das gewünschte Ergebnis zu erzielen. Die Wirkung hält üblicherweise 12 bis 15 Monate an, danach baut der Körper das Material vollständig und rückstandslos ab.
Risiken und Nebenwirkungen
- Schwellung, Rötung und Druckempfindlichkeit an den Einstichstellen — meist für einige Tage
- Blaue Flecken
- Selten tastbare Knötchen, Asymmetrien oder Überempfindlichkeitsreaktionen
Radiesse ersetzt keine chirurgische Straffung. Was es realistisch leistet: Volumen gezielt auffüllen und über Zeit die Hautqualität durch Kollagenaufbau verbessern. Alles darüber hinaus wäre unseriös.
Kosten
Eine Radiesse-Behandlung kostet 460 € je Spritze/Areal. Wie viele Spritzen sinnvoll sind, hängt vom individuellen Befund ab — Sie erhalten im Erstgespräch einen konkreten Kostenvoranschlag. Alle Preise finden Sie unter Preise.
Wenn Sie nicht auf den Kollagenaufbau warten möchten, kann HarmonyCa die passendere Wahl sein — ein Hybrid-Präparat aus Calciumhydroxylapatit und quervernetzter Hyaluronsäure, das schon am Behandlungstag sichtbar ist und trotzdem Kollagen anregt.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Radiesse und Hyaluron-Filler?
Beide füllen Volumen auf, aber Radiesse besteht aus Calciumhydroxylapatit statt Hyaluronsäure und regt zusätzlich langfristig die körpereigene Kollagenbildung an. Der wichtigste Unterschied: Radiesse lässt sich nicht mit einem Enzym auflösen, Hyaluron-Filler schon.
Ist Radiesse für den Handrücken geeignet?
Ja, das ist eine der häufigsten Anwendungen. Radiesse kaschiert dort sichtbare Sehnen und Venen und lässt die Haut voller wirken.
Wie viele Sitzungen brauche ich?
In den meisten Fällen genügt eine Sitzung pro Areal. Bei Bedarf besprechen wir eine Auffrischung, sobald der Effekt nachlässt.
Wann sehe ich ein Ergebnis?
Der Volumeneffekt ist sofort sichtbar. Der zusätzliche Kollagenaufbau entwickelt sich über die folgenden Wochen und Monate.
Wie lange bin ich danach eingeschränkt?
Kaum. Schwellungen und Rötungen klingen meist innerhalb weniger Tage ab. Am Behandlungstag sollten Sport, Sauna und intensive Sonnenexposition vermieden werden.
Ob Radiesse bei Ihnen sinnvoll ist, klären wir im Erstgespräch.
Medizinisch verantwortlich: Dr. Jan Gumilar, Arzt für Allgemeinmedizin — Wahlarztordination für Ästhetische Medizin, Brandstätte 3, 1010 Wien. Mitglied der Deutschen Gesellschaft für ästhetische Botulinum- und Fillertherapie (DGBT).