Polynukleotide Wien

Polynukleotide sind ein vergleichsweise junger Baustein der ästhetischen Medizin: hochgereinigte Nukleotidketten, die nicht auffüllen, sondern die Haut selbst bei ihrer Regeneration unterstützen. Sie sind die richtige Wahl, wenn das Thema nicht Volumen heißt, sondern Hautqualität — Elastizität, Feinstruktur, müde wirkende Haut.

Wie wirken Polynukleotide?

Die Präparate werden in feinen Depots in die Haut eingebracht. Dort binden sie Wasser und schaffen ein Umfeld, in dem Fibroblasten — die Zellen, die Kollagen und Elastin bilden — besser arbeiten können. Das Ergebnis entsteht nicht über Nacht, sondern über Wochen: Die Haut wirkt allmählich frischer, fester und gleichmäßiger. Wer eine sofortige, sichtbare Formveränderung sucht, ist bei Hyaluronsäure besser aufgehoben.

Für wen eignet sich die Behandlung?

  • Haut, die müde, dünn oder knittrig wirkt — im Gesicht, am Hals oder im Dekolleté
  • Der empfindliche Augenbereich, wenn feine Trockenheitsfältchen im Vordergrund stehen
  • Als Vorbereitung oder Ergänzung anderer Behandlungen, wenn die Hautqualität die Grenze setzt

Nicht geeignet ist die Behandlung in Schwangerschaft und Stillzeit, bei Infektionen im Behandlungsgebiet, bei bekannter Überempfindlichkeit gegen Bestandteile des Präparats sowie bei bestimmten Autoimmunerkrankungen ohne vorherige Abklärung.

Ablauf, Sitzungen und Ergebnis

Ein Termin dauert etwa 20 Minuten. Üblich ist eine Serie von zwei bis vier Sitzungen im Abstand einiger Wochen — wie viele bei Ihnen sinnvoll sind, hängt vom Ausgangsbefund ab und wird im Erstgespräch festgelegt. Erste Veränderungen zeigen sich meist nach der zweiten Sitzung; das Hautbild entwickelt sich über zwei bis drei Monate weiter. Nach der Behandlung können kleine Quaddeln, Rötungen oder blaue Flecken auftreten, die in der Regel innerhalb weniger Tage abklingen.

Risiken und Nebenwirkungen

  • Schwellung, Rötung und kleine Quaddeln an den Einstichstellen — meist für Stunden bis wenige Tage
  • Blaue Flecken
  • Selten Infektionen oder Überempfindlichkeitsreaktionen

Polynukleotide ersetzen kein Volumen und stoppen keinen Alterungsprozess. Was sie realistisch leisten: die Qualität der vorhandenen Haut messbar verbessern. Versprechen darüber hinaus wären unseriös.

Kosten

Eine Polynukleotid-Behandlung kostet 320 € je Sitzung (etwa 20 Minuten). Ob eine Serie sinnvoll ist und wie viele Sitzungen, klären wir vorab — Sie erhalten im Erstgespräch einen konkreten Kostenvoranschlag. Alle Preise finden Sie unter Preise.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Polynukleotiden und Hyaluron-Fillern?

Filler geben Form und Volumen, Polynukleotide verbessern die Haut selbst. Beides kann sich ergänzen — die Reihenfolge legt die Analyse fest.

Wie viele Behandlungen brauche ich?

Üblich sind zwei bis vier Sitzungen im Abstand einiger Wochen, danach gegebenenfalls eine Auffrischung. Das hängt vom Hautzustand ab und wird im Erstgespräch festgelegt.

Wann sehe ich ein Ergebnis?

Nicht sofort — die Wirkung baut sich über Wochen auf. Die meisten sehen nach der zweiten Sitzung eine Veränderung, das volle Bild zeigt sich nach zwei bis drei Monaten.

Wie lange bin ich danach eingeschränkt?

Kaum. Kleine Quaddeln und Rötungen klingen meist innerhalb von Stunden bis wenigen Tagen ab. Am Behandlungstag bitte auf Sport, Sauna und Make-up im behandelten Areal verzichten.

Eignen sich Polynukleotide für den Augenbereich?

Ja — der Augenbereich ist sogar eine der häufigsten Indikationen, gerade wenn Trockenheitsfältchen und müde wirkende Haut im Vordergrund stehen und ein Filler nicht die richtige Antwort wäre.

Helfen Polynukleotide bei Augenringen?

Bei dunklen Augenringen, die durch dünne, schlecht durchblutete Haut entstehen, können Polynukleotide die Hautqualität in der Augenpartie verbessern — die Haut wirkt dichter und weniger transparent. Liegt die Ursache dagegen in einem Volumenverlust, ist die Behandlung der Tränenrinne mit Hyaluronsäure der passendere Weg. Beides lässt sich kombinieren.

Ob Polynukleotide bei Ihnen sinnvoll sind, klären wir im Erstgespräch.

Medizinisch verantwortlich: Dr. Jan Gumilar, Arzt für Allgemeinmedizin — Wahlarztordination für Ästhetische Medizin, Brandstätte 3, 1010 Wien. Mitglied der Deutschen Gesellschaft für ästhetische Botulinum- und Fillertherapie (DGBT).